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Ein Tag auf der Fachmesse AnJa

Am 18.10.2015 besuchten mehrere Ausbilder des Landesfischereiverband Rheinland-Rheinhessen e.V. die Fachmesse "Angeln & Jagen" in Pirmasens. Ziel war es, über neue Produkte und Angeltechniken informiert zu werden. Die Stände mit Angelzubehör waren meist gut sortiert und die stets motivierten Mitarbeiter konnten durch ihr hohes Fachwissen überzeugen. Dies führte zu zahlreichen Fachgesprächen der Ausbilder mit Ausstellern und Besuchern.

Wir starteten unseren Tag auf der AnJa mit einem entspannten Rundgang durch die Halle und dachten uns zu erst, für den Namen der "Angeln und Jagen" fehlen irgendwie noch einige Angelstände. Denn ca 3/4 der Stände legten ihr Augenmerk auf das Jagen und 1/4 auf das Thema der Angelfischerei.

Doch wir sollten beim genaueren hinschauen und in zahlreichen Fachgesprächen mit den Ausstellern eines besseren belehrt werden! 

Die Stände mit Angelzubehör waren meist gut sortiert und die stets motivierten Mitarbeiter konnten durch ihr hohes Fachwissen überzeugen. An dem einen oder anderen Stand für Angler hätte man sich sicherlich etwas mehr Auswahl gewünscht, zumal sich die Messe in den letzten Jahren vor Allem auf die Jagdausrüstung konzentriert hat. So ist es wenig verwunderlich, dass etwa drei Viertel der Messebesucher eher Interesse an den Ständen zum Thema Jagd hatten.

Am Stand des Landesfischereiverband Rheinland Pfalz e.V. wurde unter der fachkundigen Leitung des mehrfachen Weltmeister, Europameister und Deutschen Meisters im Casting-Sport, Herrn Otmar Balles, ein Schnupperkurs im Ziel-Werfen mit einem wenige Gramm schweren Gewicht auf eine in 16 Metern befindliche Scheibe angeboten.

Die Angler konnten hier verschiedenen Wurftechniken, so wie gezieltes Werfen üben. Nach einigen wenig erfolgreichen Übungswürfen gelang es immer besser das Ziel (Zylinder in 16 Metern Entfernung) zu treffen.

Herr Balles erklärte, es sei ganz wichtig, immer wieder denselben Ablauf beim Werfen durchzuführen und keine ruckartigen Bewegungen während der Wurfphase auszuüben. Beherzigt man diese Tipps stellt sich auf die Dauer auch der Erfolg ein und man trifft immer häufiger die auf dem Boden befindliche Zielscheibe. 

An einem weiteren Stand des Landesfischereiverbandes Rheinland Pfalz e.V. bestand die Möglichkeit, die für das Fliegenfischen einsetzbaren Kunstköder selbst zu binden. Dabei gab es ausreichend Gelegenheit, dem professionellen Fliegenbinder "Richard Künert", von  "Schwarzwald Flyfishing", bei der Herstellung von Fliegen oder künstlichen Bienenmaden über die Schulter zu schauen. Die Geschwindigkeit und das Ergebnis, mit der diese Kunstköder gefertigt wurden war für alle Anwesenden sehr beeindruckend. Gerade während der Wintermonate ist das Fliegenbinden eine sinnvolle und fesselnde Beschäftigung.

Den Messebesuchern wurde neben musikalischen Darbietungen auch eine Modenschau, eine Greifvogel-Vorführung und mehrere Fachvorträge als Rahmenprogramm angeboten. Einen überaus interessanten Vortrag für Angler zum Thema "Kunstköder und Raubfisch Hot Spots" hielt Benedikt Götzfried von dem Stand "Topwater Productions". Man konnte während des Vortrages die Identifikation mit den Produkten und dem Hobby "Angeln" regelrecht spüren, worüber sich natürlich die Besucher der Messe fangen ließen. Nach dem Vortrag hatten wir die Möglichkeit uns mit Benedikt an seinem Stand zu unterhalten und Beraten zu lassen. Auch hier merkte man deutlich seine Begeisterung zur Fischerei. Auch die Vorführung der Oberflächenköder wahr sehr interessant und zeigte das er mit Leib und Seele bei der Sache ist.

Eine weitere Sehenswürdigkeit war der Stand "Twin-Turner" von Herrn Ulshöfer. Er bietet selbst entwickelte und produzierte Doppel-Spinner in verschiedenen Größen an. Bei der praktischen Vorführung zeigten die Twin-Turner tolle Laufeigenschaften und Druckwellen, wenn sie an der Wasseroberfläche geführt werden.

Rückblickend lässt sich sagen, dass das Motto der Messe "Qualität kommt vor Quantität" hätte lauten können. In den Vorträgen und vielen Fachgesprächen war die Begeisterung der Aussteller zu spüren, das Fachpublikum fundiert und objektiv zu informieren. Damit es auch künftig so bleibt, sollten mehr Angler den Weg zur ANJA finden.

Unsere Ausbilder konnten ihr Fachwissen vertiefen und sich über einige Neuerungen informieren. Diese Informationen werden in den Kursen zur Vorbereitung auf die Fischerprüfung weiter verbreitet. Gelingen können erfolgreiche Kurse nur, wenn die Ausbilder sich stetig auf dem neuesten Stand halten und ihr Wissen weiter geben möchten.

LarsWilbert